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Des Meidlinga L ( Hörprobe?/i) is a gaunz a tüpische Oat, des „L“ zum Aussprechn (De G'studiatn sogn, es is a lateraler apikal-dentaler Konsonant). Des L haasst aso, wäu angeblich bsundas de Hackla ausn zwölften Wiener Gemeindebezirk Meidling so ren tan.

Inhoitsvazeichnis

Von wo des des heakummtBearbeiten

Vüle maanan, doss des Meidlinga L in da easchtn Hööftn vom 19. Joahhundat aus Behman und Mähren duach de zuagrastn tschechischn Dienstboten/Dienstmenscha, Haundweaka und Hackla fir de Ziaglprodukziaun (Ziaglbehm) nach Wean kumman waa. Und de haum si hauptsächlich im 10.Hieb (Favoriten) aug'suiedlt, wäu jo aa duatn de Wienerberger Ziegelfabrik dahaam woa.[1] Warum ma ned von an „Favoritner L“, sundan von an „Meidlinger L“ red, is meglichaweis wegn dem, doss si Meidling grod aso wia da Nochbanbeziak Favoritn zu an tüpischn Hacklabeziak entwicklt hod, und im nauman „Meidling“ des L, um des wos do geht, scho drinsteckn tuat, wos jo bei „Favoritn“ ned da Foi is.

Oba, doss des wiaklich de Heakunft is, is ned bsundas woahscheinlich. De Sprochkapazunda sogn jo „Wiener Vorstadt-L“ dazua, und noch denan is jo des „L“ (etwa [ɫ]) bei da mittlbairischen L-Vokalisierung zeascht amoi vaschwundn, und is eascht nochand untar an gwissn hochsprachlichn Eifluss wieda dazuakumman (oba daunn ois a postdentales L, wöchanwes gaunz oigemein in de estlichn mittelbairischn Mundoatn im Anlaut so gred wiad) Des tschechische L is fost a so wia des standarddeutsche (ma sogt „mittleres L“ dazua). Nach E. Kranzmayer[2] is des Wiener ɫ „postdental in bestimmten Gesellschaftsschichten“.[3]

IwrigensBearbeiten

Des Meidlinger L güüt in Wien oisa Schibboleth, an dem mar an Hackla aus da Oaweitaklass sofuat dakennt.

Schau aaBearbeiten

BelegBearbeiten

  1. Vgl. Christian Brandstätter (Hrsg.): Stadtchronik Wien. 2000 Jahre in Daten, Dokumenten und Bildern. Brandstätter. Wien/München 1986, S. 26f., 305.
  2. E. Kranzmayer, Historische Lautgeographie des gesamtbairischen Dialektraumes. Wien 1956, 119.
  3. Weiteres zum tschechischen Einfluss im Wienerischen s. H.D. Pohl, Internationales Handbuch zur Kontaktlinguistik Bd. 2 (Berlin, Walter de Gruyter 1997, 1797–1812), Kurzfassung im Internet unter http://members.chello.at/heinz.pohl/Tschechisch.htm (mit weiteren Links zum Sprachkontakt in Österreich).