Der Artikl is im Dialekt Owaöstareichisch gschriem worn.

Des Papiagöd, dt.Papiergeld hod a launge Tradizion. Ois Wexlbriaf sans scho vo de Kinesn in da Tang-Dynastie vawendt wuan. Es hods a ois Assignatn, Tressorschei oda Bancozettl gem. Das de Papiazettln a augnumma woan san, hod moast de Regiarung den afdrucktn Weat garantiad. Aufängli hod da Schtoot de Summan mid Lendareian oda mid Goid odeckt, Heid san owa de nazionaln Währungan nua za an kloan Bruchteu odeckt und zweng dem nennd mas heid Fiat-Göd.

Papiagödschein aus da kinesischn Hongwu-Dynastie vo umma 1380

Des easchte Papiagöd

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A schwedischa Bankschei vo 1663

Scho in da Tang-dynastie (vo 618 bis 907) san umma 806-820 scho Wexlschei vawendt wuan. Do nu in da Song-Dynastie (960 bis 1279) vuawigand nu Kupfa- oda Eisnmünzn vawendt wuan san, woa des Zoin mid Eana recht umschtändli. Zan Aufaung vom 11 Joahundat hod ma nu eppa 20.000 Käsch-Münzn fia an Seidnboin heagem miaßn.

Do hod da Provinzguvaneua Zhang Yong den guadn Eifoi ghobd Papiagöd afzlegn. Ea hod se de Intaschtitzung vo 16 Großkaufleid gsichat. De de neichn Papiaschei ois Zohlungsmiddl augnumma und a söwa vawendt hom. Do des System regional funkzioniad, hod de Regiarung des im gaunzn Reich eigfiad. Des Songreich hod Banknotn druckt und ausgem, de owa duach kaisaligs Goid und Süwa deckt gwest.

De nochfoigade Yuan-Dynastie (Mongoin 1279 bis 1368) hod des Papiagöd weidabhoitn. Se hod owa de Edlmetoideckung afghom und hom so de easchte Fiat- Währung gschoffa. (Vaoafocht gsogt: Nua af des Vatrauan af de Wiatschoftsleistung afbaut und damid odeckt.) De kinesischn Mongoin woan owa so gscheid das den privatn Bsitz vo Goid und Süwa vabotn hom. Um a Ausweicha af de Edlmetoi za Vahindan.

Des easchte Papiagöd in Eiropa

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Franzesische Assignat iwa 15 Sols vo 1792

Scho im 12 Joahundat haum genuesische Bankn Eilogn augnumma. Im 14 Joahundat hom florentinische- und lombardische Bankn den Wexl vawendt. Se hom fremde Währungan umgwexlt und haum fia de Wexlgscheft bis za 15% Gebüa valaungt.

Im westeiropeschn Zohlungsvakeah san daun vo de Schtäd und de Haundlshaisa (Kontoa, wia z. B. de vo de Fugger) schriftlige Auweisungan fia Auszohlungan gegnsoatig auszoid wuan. Praktisch is so da Scheck und de Bankauweisung eafundn gwest.

Vom 15 bis ins 17 Joahundat hod ma in oanign eiropäischn Schtootn Papiagöd ausgem. Da Auloss dazua woa moast a Notlog. Entweda hods Edlmetoi gföd oda ma hodsza Finanziarung vo Kriagskostn nodwendi ghobd.

  • 1483 hod ma in Schpanien a kuaze Zeit a Papiagöd ausgem.
  • 1609 in Hollaund a Buachgöd, des woa owa duach Edlmetoi deckt.
  • 1661 san in Schwedn de easchtn offiziön, eiropäischn Banknotn aussagem wuan.
  • In Englaund is 1694, ois Gegnleistung fia Kredit an den Schtoot, de Grindung dea privatn easchtn Bank of England zualossn wuan. De hod a des Recht ghobt, domois nu haundgschribane Banknotn aussazgem. Owa scho noch zwoa Joa woas ogschtiad (Banca rotta).
 
Assignat iwa 500 Livres vo 1794
  • 1798 haum de franzesischn Revoluzionäa (Nazionalvasaummlung) de Ländareian und Kiachngüta enteignt. Do owa koane vamögandn Odlign mea im Laund woan, hod ma de konvisziatn Güta ned vakaffa kena.
 
Weana Bancozettl iwa 50 Guidn vo 1806

Zua Finanziarung vo da Armee und em Haushoit hod ma owa dringend vü Göd brauchd. Oiso hod ma am End vom Joa 1798 de Assignatn aussagem. Eigentli woans jo gschticklte Schtootsauleihn, de ma aufengli sogoa fazinst hod und dahea sans wia a Papiagöd vawendt wuan. Se woan jo mid de konfisziatn Güta odeckt gwest.

Ois owa scho boid de Fazinsung eigschtöd wuan is und oiweu mera Assignatn druckt und a in Umlaf brocht wuan san, is natiali ia Weat gfoin. 1793 woans nua mea 50% weat und 1795 is da Weat af eppa 8% vom afdrucktn Weat gfoin. Aufaungs 1796 san de Assignatn nua mea za an Kuas vo 30:1 duach de Territorialmandate ( mandats territoriaux ) easezt und umgwexld wuan. Ob 1795 hod ma wida Süwamünzn prägt (5 Franc).

  • In Saxn und in Preußn hods de Tressoaschein gem.
  • Und in Wean hod mas Bancozettln ghoassn.

Literatua

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  • Klaus W. Bender: Geldmacher. Das geheimste Gewerbe der Welt. Wiley-VCH, Weinheim 2004, ISBN 3-527-50113-4.
  • Karl Erich Born: Die Entwicklung der Banknote vom „Zettel“ zum gesetzlichen Zahlungsmittel. In: Akademie der Wissenschaften und der Literatur (Hrsg.): Abhandlungen der geistes- und sozialwissenschaftlichen Klasse. Nr. 1. 1972.
  • Michael Krätke : Banknote (pdf), in: Historisch-kritisches Wörterbuch des Marxismus, Bd. 2, Argument-Verlag, Hamburg, 1995, Sp. 22-27.
  • Georg Obst: Geld-, Bank- und Börsenwesen. 32. Auflage. C. E. Poeschel Verlag, Stuttgart 1948.
  • Albert Pick: Papiergeld - Ein Handbuch für Sammler und Liebhaber. Klinkhardt & Biermann, Braunschweig 1967 (Bibliothek für Kunst- und Antiquitätenfreunde 47)

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