Summafrische oda Sommerfrische is de Bezeichnung fia längare Summaferien vo de Städda am Laund bzw. vau am Uat, wo de Ferien gmocht wean.

Da Hamburger Unternehma Henry B. Simms 1910 in da Klobnstaana Summafrische. Gemode vaum Lovis Corinth
Postkoatngruass vau da Summafrische Trebishain, 1909

Da Ausdruck Summafrische is im 19. Joarhundat aufkumman. Im Weatabiachl vau de Briada Grimm wead da Begriff ois „Erholungsaufenthalt der Städter auf dem Lande zur Sommerzeit“ oder „Landlust der Städter im Sommer“.[1]

Gschicht

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S Iwasiedln vo da Stod aufs Laund is vaum Odl scho seit da Antikn bekaunt. Domois hods wiatschoftliche Grind ghobt, wei de Ländarein de Basis vaum Einkumma woa und im Summa bewiatschoftet wuan san. Dea Brauch is nia eingschlofn und is im Zeitoita vau da Industrialisiarung vaum Biagatum iwanumma wuan.

Des Wort kummt woascheinlich ausn Venezianischn, weu doa spazian geh' aa 'prendere il fresco' (Frische/Kühlung nehme) haasst.[1] Fias Boarische is de easchte Vawendung in da Bozena Gegend belegt, wo de Biaga ausm haassn Toikessl in de umliegendn Beag gflicht san:

„frisch(e), f. ebenda, das in diesem sinne schon aus dem 17.
jahrh. bezeugt ist: wo die statt Bozen ire refrigeria oder frischen halten.“[1]

Literatua

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  • Erich Bernard u. a. (Hg.): Der Attersee. Die Kultur der Sommerfrische - Kultur- und Naturlandschaft, Wean 2008. ISBN 978-3850330220
  • Silke Götsch: „Sommerfrische“. Zur Etablierung einer Gegenwelt am Ende des 19. Jahrhunderts. In: Schweizerisches Archiv für Volkskunde, Bd. 98 (2002), S. 9-15.
  • Hanns Haas: Die Sommerfrische – Ort der Bürgerlichkeit. In: Hannes Stekl u. a. (Hrsg.): "Durch Arbeit, Besitz, Wissen und Gerechtigkeit". Zur Geschichte des Bürgertums der Habsburgermonarchie.Bd. 2, Verlag Böhlau, Wean 1992, S. 364-377. ISBN 978-3205055624
  • Susanne Hawlik: Sommerfrische im Kamptal. Der Zauber einer Flusslandschaft, Wean-Köln-Weimar 1995. ISBN 978-3205983156
  • Willibald Rosner: Sommerfrische. Aspekte eines Phänomens, Wean 1994. ISBN 978-3850060615
  1. 1,0 1,1 1,2 SOMMERFRISCHE, f. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Leipzig 1854ff (http://woerterbuchnetz.de)