Der Artikl is im Dialekt Ostestareichisch gschrim worn.
Weinbaulaundschoft aun da Thermanlinie: Blick vo Gumpoidskiachn Richtung Anninger

De Thermanlinie (aumtlich: Thermenlinie) is a tektonische Bruchzonan im sidwestlichn Niedaöstarreich und westlichn Wean, de wos vo NNO-SSW rennd und de Grenz zwischnam sidlichn Weana Beckn im Ostn und in Weanawoid im Westn markiat. Iahn Naum hods vo de vün Thermalquön, wos mar aum Oipmostraund findt. Weu da Begriff „Thermanlinie“ im geologischn Sprochgebrauch a bissl a weida gfosste Bedeitung hod, redt mar aa vo da „Weana Thermanlinie“, waummas genaua mant.

Inhoitsvazeichnis

GeografieBearbeiten

 
S Thermalbod vo Bod Väslau

De Thermanlinie ghärt zan niedarösterreichischen Industrieviadl bzw. Westn vo Wean. Se ziagt si vom Leopoidsbeag im Noadn bis auns Sidend vom Staföd. De Töla vom Weanfluss, vo da Schwechat, vo da Triesting und vo da Piesting , owar aa mehrare Bachl rinnan doda in d Ewane vom Weana Beckn eine.

Weu s entlaung vo dera Linie vüle, oft schwefelhoitige Thermalquön gibt, findt ma do aa bekaunnte Kurorte, wia z.B. Bodn, Bod Väslau oda Bod Fischau. Aa de Weana Therman in Oberlaa kriagt iah Wossa aus so ana Quön.

GeologieBearbeiten

Geologisch gseng is de Thermanlinie a Stärungszonan, wos in Sidn vom Weana Beckn noch Westn gegen d Oipm ogrenzt. Aundast ois wia ma zwengam Wuat „Linie“ glaubm mechat, is des Gaunze net nuar a anzlne Struktur, sundan gaunz Bingl vo Stärungan, wos parallö voranaund rennan, u.a. da Bodna Bruch, da Oachkogla Bruch, da Nussdurfa Bruch oda da Leopoidsdurfa Bruch.[1] Entlaung vo de Stärungan kaun is minaräuhoitige, haße Wossa vo gaunz tiaf unt bis auf d Erdowaflächn steign. De Stärungszonan söwa is net nuar auf d Weana Thermanlinie beschränkt, sundan geht noch Nordostn hi weida. Untar aundam hängt de Thermalquön vo Ostrožská Nová Ves in Sidmährn mit dera Stärung zaumman. Es gibt owa weda mid de Thermalquön bei Karlsbodund Marienbod in Tschechien no mid de Radenskaquön in Bad Radein in Slowenien an direktn geologischn Bezug. De Letztaren haum owa, akkurat a so wia de Stärungszonan vo da Weana Thermanlinie, eahnare Wuazn in de tektonischn Vurgäng vo da Enstehung vo de Oipm und Karpatn. Zweng da noch wie vua varhötnismäßig hochn tektonischen Aktivität, net nuar entlaung vo da Thermenlinie sundan im gaunzn sidlichn Weana Beckn, hods in dera Region a rölativ hoche Eadbebmheifigkeit. Jeds Joah setzts im Schnitt ziaka 9 woahnehmboare Eadbeben, wohingegn Beb mid ana Intensität vo meah wia 8 (EMS) grod amoi olle poor Joahrzehnt vuakumman. Is stärkste Bebm im 20. Joahrhundat woar aum 8. Oktowa 1927 bei Schwaduaf woar, des wos 15 km östlich vo da Thermenlinie is. De Erfossung und Erfuaschung vo da seismischn Aktivität is de zentrale Aufgob vom Conrad-Observatorium vo da ZAMG in Muggnduaf.

KlimaBearbeiten

Is Klima aun da Thermanlinie is mid an Joahresdurchschnitt vo de Tempratuan zwischn 9 und 10 °C rölativ lind. Schon in da Rämazeid hods in dera Gegnd an Weinbau gebm. Heidztog is di Region ois Weinbaugebiet Thermenregion bekaunnt.

De Thermanlinie is außadem aar a Wedascheidn. Da duachschnittliche Niadaschlog pro Joah is westlich vo da da Thermanlinie iwa 750 Müllimeta, östlich davo owa deitlich drunta, weu de Feichtn in de Luftmassn, de wos noamalaweis von Westn hea einaziagn, no in de Oipm owaregnt.

GschichtBearbeiten

 
De Buag Liachtnstaa

Historisch gseng woa de Thermanlinie scho seidn Fruahmidtloitda a Vateidigungswall gegnan Ostn hii.

Des sicht ma heid aun de vün Buagn und Buagruinan, de wos heid in dera Gend san so ois wia z. B.

Owar aa spoda no hod mar entlaung vo da Thermenlinie oiweu wieda Verteidigungslinien gegn eifollande Truppm aaglegt. So waß ma z.B. umara 1700 vo ana Mautstö in da Einöd bei Pfoffstädn, de so gnennde Wöhr Maut wegen der Heyligen Kreuzer Ainöd, wo mar a Maut eighobm hod, auf das ma de Wehraunlogn gegn de Tiakn entlang vo da Thermnlinie dahoidn kau.[2] Owar aa in de letztn Tog vom 2. Wödkriag hods dodan bluatige Kämpf zwischn da deitschn Wehrmocht und da Rodn Armee gebm.

BelegBearbeiten

  1. Heinrich Küpper, A Papp, E. J. Zirkl: Zur Kenntnis des Alpenabbruches am Westrand des Wiener Beckens. Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt. 94. Band Teil 1, Wien 1951. Seiten–92. (PDF@1@2Vorlage:Toter Link/www.geologie.ac.at (Seite nicht mehr abrufbar; Suche in Webarchiven); 3,3 MB)
  2. Hermann Rollett, Reprint Chronik der Stadt Baden Band II. S.297

Im NetzBearbeiten