Hianzisch (ungarisch Hiénc) is a Dialekt, dea wos vo vuin Buagnlandlan gredd wiad. Des is a Variantn vo da Boarischn Sproch und gheat zum mittlbairischn Zweig.

Vü vo de uaspringlichn bairischn Siedla in da Gegend san ausn Fichtlgebiage und da Owapfoiz kumma, deshoib enthoid des Hianzische a vui noadbairische Elemente. Des Noadbairische is nua im Lauf vo da Zeit duach des Mittlbairische und Sidbairische iwalogat wuan. Hianzisch is aa mitn oststeirischn Dialekt vawaundd bzw. fost identisch.

Begriffsgschicht

Werkeln

Wo da Naum Hianzisch heakumt is umstrittn. De easchtn Belege fia dees Wuat kuma ausn 18. Joahundat. Im "Almanach von Ungarn auf das Jahr 1778" stäht, dees Hienzey warad "eine Landschaft 6 Meilen lang und soviel breit, in der Gegend um Güns herum. Die Inwohner sind Ueberbleibsel von den alten Gothen, haben ihre besondere Sprache, und ihre Trachten. Die Weiber tragen meist schwarze Kittel mit vielen Falten. Die Männer meist weiße Röcke und einen runden herabgelassenen Hut."[1] Es kennt vo "Gfoigsleit vom Heinrich" (entweda vom Heazog Heinrich II. oda vom Güssinga Grafn Heinrich bzw. Henz) haaßn oda vo „hianz“ (jetzt) heagleidd sei. 1921 häd des domois neie östareichische Bundesland fost in Naum "Heinzenland" griagt stott Buagnlaund, noch da Sproch Hianzisch.

Sprochmeakmoi

Werkeln

Des Hianzische wiad zu de ui-Mundoatn zöhd, wei da ui-Laut des markanteste Meakmoi is, dea wos in ua-Laut aus aundan bairischn Dialektn (des uaspringliche uo ausn Mittlhochdeitschn, z. B. guot, muoter, bluot) dasetzt.

Beispü fian ui-Laut:

Deitsch Bairisch Hianzisch
gut guad guid
Mutter Muada Muida
Schuhe Schua Schui
Ruhe Rua Rui
Hut Huad Huid
genug gnua gmui
suchen suachn suicha
zu zua zui
Tuch Tuach Tui
Krug Gruag Grui

Beispüsotz: „Di Muida und da Bui tuin gmui Fuida fia d’Kui in dej tuife Trui“.

A bsundas Kennzeichn is aa de Vazwülautung vo e-Lautn. Beispü dafia san: „gwejn“ (gwesn), „Lejda“ (Leda) oda „sej“ (sie). Efta kummts aa zu ana Nasaliarung vo Vokaln (s n in „hianzisch“ oda „hianz“ is ned heabor, s wiad nasaliat).

Eignoatig is aa, dass an da Stö vom „es“ oft „si“ gsogt wiad, z. B. „si rejgnt“ („es regnet“), „si tuit wejh“ („es duat weh“).

Textkostprob: Der Stress

Werkeln

"Ih sog’s eich, mir geht’s, däis is nit noamal! Mit meine fümfadreissg Joa kimm ih mir via ols wia-r-a Pensionist: Kua Zeit nit, imma intaweign, seinti nit vaschnaufn. Däis muiss der Stress sein, van däin hob ih scha in Feansehn gheat.

Aonheibm tuits in der Fria, wou ih zeitig uma neini scha aus’n Beitt aussihupfn muiss. Gwaond aonleign, a bissl kampln – und oft muiss ih mih scha tummln, dass ih nit z’spout ins Kaffeehaus kimm. Sist sein eippa d’ frischn Seimmln aus und ih muiss aon an oldbochanan Brod kiefln."[2]

Schau aa

Werkeln
  1. Johann Matthias Korabinszky: Almanach von Ungarn auf das Jahr 1778, Wean und Pressburg 1878
  2. Der Stress - Gernot Schönfeldinger. Hianznvarein; ogruafn am 7. Oktoba 2010

Bibliographie

Werkeln
  • Franz Hannabauer: Erstes Burgenländisches Mundart-Wörterbuch. Mit einer Einführung in die burgenländisch-hianzische Mundart von Erwin Schranz. Burgenländisch-Hianzische Gesellschaft, Oggau 2007, ISBN 3-901783-12-1.
  • Franz Hannabauer: Kreiz umd zwearigst. Oggau 2008, ISBN 978-3-200-01354-4 (Hianzische Lyrik und Prosa)

Im Netz

Werkeln