Kuchlbehmisch oda Kuchlböhmisch is a Iwabegriff fia net standartisiade Mischfuamen vo Deitsch, Boarisch/Weanarisch und Tschechisch, de wos in da Östareichisch-Ungarischn Monarchie und iahre Nochfoigestootn bis ins 20. Jhdt gredt wuan san.

Oigemeines

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Kuchlbehmisch is duachn Vasuach vo tschechische Muadasprochla entstaundn, zmeist Leid aus da Untaschicht, Deitsch bzw. Weanarisch z redn[1]. Sotzstöllung und Reflexivpronomen orientian si dabei stoak auns Tschechische, da Wuatschotz woar je noch Kenntnis vom Sprecha meah Deitsch, Weanarisch oda Tschechisch. Gschriebm is zmeist midn Tschechischn Alphabet wuan. Deitsche Buchstobm und Laute wia z. B. z und Sch san mid n tschechischn Alphabet, oiso c und Š gschriebm wuan. Festgschriewane Regln oda goar a standartisiade Grammatik hods owa kane gebm. De Mischkulanz, wos duach des entstaundn is, woar oft fia reine Muadasprochla – sowoi tschechische, ois aa weanarisch/deitsche – net oda nua schwaa vaständlich. Gredt is hauptsächlich in Wean und Umgewung wuan. Vawaundt, owa do untaschiedlich vom Kuchlbehmischn is des Behmakln. Bein Behmakln wiad weanarisch oda östarreichisches Deitsch mid an stoakn tschechischn Akzent gredt, es gibt owa kane tschechischn Konjugationen und Deklinationen. Des Behmakln is duach östarreichische Kabarettistn wiar z. B. in Maxi Böhm bekaunnt wuan.

Textbeispü

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In "Die Erben der Tante Jolesch" vom Friedrich Torberg is fuiganda Beispüsotz iwaliefat[2]:

Hausmajstr vypucuje Votruv ibacia na klandru.

wos sovü haßt ois wia:

Da Hausmasta putzt in Votan sein Iwaziacha aum Glanda.

  1. Matthias Theodor Vogt, Jürgen Neyer, Dieter Bingen, Jan Sokol, Peter von Lang. Der Fremde als Bereicherung. Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles, New York, Oxford, Wien, 2010. 384 S ISBN 978-3-631-60233-1
  2. Friedrich Torberg: Die Erben der Tante Jolesch (Easchtascheinung: 1978). Dtv, München 1996. ISBN 3-7844-1693-4

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