Der Artikl is im Dialekt Owaöstareichisch gschriem worn.

De Maria vo Burgund, dt.: Maria von Burgund (* 13. Feba 1457 z Brüssl; † 27. März 1482 in Brügge, Belgien), is scho mid 20 Joa, nochm Tod vo ian Vota em Karl dem Kühnen za seina Nochfuigarin, da Heazogin vo Burgund aufgschtign. Se hod den spodan Kaisa Maximilian I gheirat und is scho mid 25 Joa gschtuam. Duach de Heirat midm Maximilian hod de Habsburga Heiratspolitik augfaungd, owa a de Eabfeindschoft mid de franzesischn Kini. Se is am 13. 2. 1457 in Brüssl af d`Wöd kema. Und grod eascht 25 jahrig is noch an Reitunfoi und da drafvoigandn Friahgbuat vo ian drittn Kindal, am 27. 3. 1482 in Brügge vaschtuam.

De Maria scho ois Heazogin mid eppa 20 Jahrl

Da Maria ia Jugand

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Da Karl da Kühne midm goidanan Fließ

De Maria is am 13 Fewa 1457 in Brüssl af d`Wöd kema. Iare Ötan woan da Heazog Karl da Kühne vo Burgund und sei Cusin de Isabella de Bourbon. De easchtn Jahrl hods nu mid de Ötan glebd. Ois ia Großvota da Philipp da Guade 1463 sein Suhn ois Schtodthoita noch Hollaund gschickt hod, woa des Deandl eascht 6 Joa oid. Weu ia Vota a sei Frauw midgnumma hod, is des Madl alloani zruckblim. Se is noch Gent, afn Hof vom Grafn vo Flandern gschickt wuan. Duat hods a Madamme d`Haleweyn eazogn wuan. Ois de Maria 8 Joa oid gwest, is ia Muada, de Isabella vaschtuam. Vamuatli aun da Schwindsucht.

Do ia Vota oiweu nu oan mänlign Eabn eahofft hod, is nia auf de Thronfoig hi ausbütt wuan. Ia Ausbüdung woa mera fia de höfische Oat, owa fia de domolige Zeit fia a Madl, do umfaungreich. Se is natiali in da Religion und Gschicht untaricht wuan. Hod owa aa s`Reitn und Jogn gleant. A Musizian und Haundoawadn is ia beibrocht wuan. Weidas hods a Latein gleand und weus jo in Flandern afgwoxn is, hods nebm an Franzesisch a Hollendisch kena. Se woa oiso a gebüdte Frauw. Und es hed se sicha a ned krengd, das in Eiropa ois ans da scheenstn Madln goidn hod.

Heazog Karl da Kühne

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Wia in Karl sei Burgund afteud wuan is.

Karl da Heazog vo Burgund und Luxnbuag hod joahrelaung midm Kini Ludwig XI vo Fraunkreich Kriag gfiat. Ea woit aus seim Heazogdum a Kinireich Burgund earichtn. und so hod a de Habsbuaga Göd glichn und davia a boa Grofschoftn ois Pfaund griagd. Des Heazogdum Geldern is eam a zuagfoin. Am 30. Septemba 1473 hod a se midm Kaisa Friedrich III in Trier troffa. Se hom iwa a Hoazat zwischn seina Tochta Maria und em Kaisasuhn, dem Maximilian vahaundlt. Fia de Haund vo seim Madl, hod a fia se söwa de Kinikron fia Burgund woin. Daun hod as owa a wengl iwazogn. Ea hod se mid mera Herrscha zkriagt. Ea woa daun ob 1474 in de Buagundakriag vaschtrickt. Do woan Mera gegn eam vabündt. De Lothringa, de elsässischn Schtäd, de Eidgnossen und des Bistum Basl. Zeascht hod a in Hericourt daun in Grandson de Schlochtn valuan. Am 6. Mai 1476 hod a nu de Hoazat seina Maria midm Maximilian zuagsogt. Am 22. Juni hod a daun de Schlocht vo Murten valuan. Ea woit daun de Haubtschtod vo de Lothringa Nancy eaowan. Bei dea Belagarung is a vo de Eidgenossen augriffa wuan. In dera Schlocht vo Nancy is ea daun am 5. Jenna 1477 umkema.

Des Heazogdum Burgund woa domois, a zweng de Eikünft aus Brabant, Flandern und Holland, des reichste Heaschoftsgebiat in Eiropa und sei prunkvoi Hofhoitung is iwaroi bewundat wuan.

De Maria und da Maximilian

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Des easchte Zaumtreffa vom Maximilian mid seina Braut Maria vo Burgund, am 18.August 1477 in Gent.
 
Des Emblem vom Herzogspoar

De Maria is nu ned 20 Joa gwest ois de Nochfoig vo ian Vota audretn hod. Unvuabroat wias woa, hods de Nidalända des große Privileg gem (Söbstvawoitung). Den se hod vo eana Göd und Truppn braucht gegn ian Taufpatn, den franzesischn Kini Ludwig XI. Den dea hod sufuat große Teu vo Burgund eigschtraft. Ia Schtifmuadda de Margarethe vo York, de Wittibin vom Karl, hod de Maria a wengl bschitzn woin und hod de Hoazatvahaundlungan midm franzesischn Kini und em deitschn Kaisa gfiat. Den eanane Buam woan bade nu ledig und des Heazogdum Burgund wa a scheene Midgift gwest. De Berota und a de Schtänd hom da Maria vom Habsbuaga Maximilian ogred und waradn fian franzesischn Kinisuhn gwest. Owa se hod se gegn eanane Winsch fian Maximilian entschiedn. So wias a ia Votta gmoand hod. In Maximilian hods eanta zuatraud, das a se bessa gegn an franzesischn Kini duachsetzn kunnt. Oiso is am 21. Aprü de Schtövatretatraung gwest. De Maria und da Maximilian haum se in Gent zan easchtn moi gseng und a am 19. August 1477 haum de Zwoa feialig in Gent gheirat.

Aus dera Vanunftehe hod se a große Liab entwückid. De a auf olle Heaschahöf Eiropas des Gschprechsthema Numma Oans woa. Da Maximilian woa sowiso vo Aufaung au "hin und weg". Sei Liab za da Maria bezeigt, daß a nu laung noch ian Tod, eascht 1517 des Veasepos "Theuerdank" aussabrocht hod. Wo ea aa de Brautweabung und Hoazat, mid da Maria bschriem hod, obwoi ea scho wida vaheirat gwest is.

Da Maria ia End

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De Maria hod in nedamoi 5 Ehejoa zwo Kinda af d`Wöd brocht.

  • Den Philipp I, dea ia Nochfoiga im nuadlign Teu vo Buagund und spoda da Kini vo Kastilien und Leon woan is (1478-1506).
  • Und de Margarethe vo Östareich, de ian Bruada in de Nidalaund ois Regentin nochgfoigt is (1480-1530).

Do des Reitn und Jogn ia Leidnschoft woa, is a oisa Hochschwaungane ausgrittn zua Foiknjogd. Und so is a vom Ross gschtiazt und hod se valezt. Zweng da Valetzung hods drei Wocha spoda a Friahgebuat ghobt und is dabei am 27. Meaz 1482, in Brügge vaschtuam. Ia Leib is in da Liebfrauenkicha in Brügge, in an Hochgrob beigsezt wuan.

Da Maximilian hod zeitlebns ian Tod ned iwawundn. Ea hod vo da Maria a Bronzeschtatue giaßn lossn und hods unta de todsechlign und eawinschtn Vuafoahn vo de Habsbuaga, De schwoazn Manda in da Innsbrucka Hofkiacha aufschtön lossn. Am Goidanan Dachl hod a vo ia a Relief aubringa lossn.

Schau aa

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Litaradua

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  • Thea Leitner: Habsburgs Goldene Bräute. Durch Mitgift zur Macht. Piper, München 2005, ISBN 3-492-23525-5.
  • Ernst Münch (Historiker, 1798–1841): Maria von Burgund, nebst dem Leben ihrer Stiefmutter Margarethe von York. 2 Bde. Brockhaus, Leipzig 1832.
  • Carl Vossen: Maria von Burgund. Des Hauses Habsburg Kronjuwel. Seewald Verlag, Stuttgart 1982, ISBN 3-512-00636-1.
  • Karl Theodor Wenzelburger: Maria von Burgund. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 20, Duncker & Humblot, Leipzig 1884, S. 366 f.
  • Inge Wiesflecker-Friedhuber: Maria, Herzogin von Burgund. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 16. Duncker & Humblot, Berlin 1990, S. 188 f. (Onlinefassung)
  • Constantin von Wurzbach: Maria von Burgund, Kaiserin. Nr. 196. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. Band 7. Verlag L. C. Zamarski, Wean 1861, S. 15–18.

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  Commons: Maria vo Burgund – Oibum mit Buidl, Videos und Audiodateien