Boarisch Eisnstoa

Boarisch Eisnstoa (amtle: Bayerisch Eisenstein seit 1951; friara grod: Eisnstoa) isa Gmoa im nidaboarischn Landkroas Reng und a staatle oerkannta Luftkuaoat diaggad an da Grenz za Tschechien.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen vo da Gmoa Boarisch Eisnstoa
Boarisch Eisnstoa
Deutschlandkarte, Position vo da Gmoa Boarisch Eisnstoa hervorgehoben

Koordinaten: 49° 7′ N, 13° 12′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Nidabayern
Landkreis: Landkroas RengVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 724 m ü. NHN
Fläche: 47,33 km2
Einwohner: 998 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner je km2
Postleitzahl: 94252
Vorwahl: 09925
Kfz-Kennzeichen: REG
Gemeindeschlüssel: 09 2 76 115
Gemeindegliederung: 16 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Anton-Pech-Weg 2
94252 Bayer. Eisenstein
Website: www.bayerisch-eisenstein.de
Bürgermeister: Michael Herzog (CSU)
Lage vo da Gmoa Boarisch Eisnstoa im Landkroas Reng
Karte

EadkundBearbeiten

GäografischBearbeiten

De Gmoa ligd im dichdn Boarischn Woid, im Toi fom Groussn Reng, „Eisnstoana Toi“ gnennd, zwischn de Beag Zwercheck, Spitzberg, Špičák und Panzer Neadle, an Groussn Arba Wesdle und an Foikastoa im Siidn, Künischs Gebiag gnennd. Wega da Grenz za Tschechei is des Toi teit, bis zan Foi fom Eisan Fiahang is da Iwadriid grod midan Visum megle gwen. Af da tschechischn Seitn ligd glei dro da Oat Železná Ruda (Moakt Eisnstoa). Boarisch Eisnstoa zaid za de Gmoana am Nazionoipark und is de neadlichsde Gmoa fom Landkroas Reng und aa fo ganz Nidabayern. Boarisch Eisnstoa is za. 15 km neadle fo Zwiesl und 26 km fo da Groasstod Reng wegad.

GmoagliadarungBearbeiten

De Gmoa Boarisch Eisnstoa hot 16 Oatstei[2]:

  • Arbahittn (Arberhütte)
  • Arbaschutzhaus
  • Arbasähaus (Arberseehaus)
  • Boarisch Eisnstoa
  • Brennes
  • Eisnstoanamäi (Eisensteinermühle)
  • Grafhittn (Grafhütte)
  • Naihittn (Neuhütte)
  • Naiwoidhaus (Neuwaldhaus)
  • Renghittn (Regenhütte)
  • Schachtnbo (Schachtenbach)
  • Schwäiheisl (Schwellhäusl)
  • Säbohittn (Seebachhütte)
  • Säbochschleifm (Seebachschleife)
  • Stoahittn (Steinhütte)

GschichtBearbeiten

Nochweisboa fangd de Gschicht vom Eisnstoina Toi anno 1569 o, ois unta behmischa Obahoheit vo boarischn Berg- und Hammaleit a Eazbergweak mid Eisnhamma dabaut worn is, des oba 1577 scho wida am End woa. Oba dem Obbau vo Eisneazn vodankt des ganze Gebiat sein Nama. In da Mitt voum 17.Joahundat hom se de erschdn Bauan vo de Freigrichten voum Behmawoid und voum Boarischn Woid ogsiedlt ('schaug Künisches Gebirg). 1691 is afn Bon vo da spadan Oatschaft Moarkt Eisnstoa de erschde Gloshittn gründ worn und boid draf hom se a andare Handwerka do nieda glossn.

Bis ins Joa 1764, ois de Grenz zwischan Kurfürstentum Bayern und Behmen duachan Vatrog festglegt worn is, wars ganze Gebiat a politische Oaheit gwen.

Ois im 18. Joahundat de Glosmocharei in ira hexdn Voiendung woa, is in dem Gebiad a wiatschaftle afwerts ganga.

 
Bohhof Boarisch Eisnstoa im Juni 2012
 
A Mäi am Reng z Boarisch Eisnstoa (1880)
 
S Schwäiheisll

Vo 1835 o, buid se da boarische Tei vom Toi untam Nama Eisnstoa ois königlich bayerische Landgmoa. Midm Bohbau und da neien Eisnbolinie vo Bladdling noch Pilsn iban Grenzbohhof Eisnstoa 1877, hod de eigandliche Entwicklung voum Oat ogfangt. S groußziagig baude Bohhofsgebaide steht jewois zua Hejft af boarischm und af tschechischem Gebiad. Da Grenzvalauf fiat mittn duachs Gebaide. Douristn und Hoizindustria hom nochn Zafoi da Glosmocharei an neien Afschwung brocht.

Om 21. Feba 1951 is da Gmoanama amtli vo Eisnstoa in Bayerisch Eisenstein umgnennt worn.[3] Boarisch Eisnstoa hod se weng seina Ogschidnheid, da Nat zum Groußn Arba und Schnäreichtums zu an beliabtn Urlaubsoat entwicklt. Da Bundespresident Theodor Heuss hod se 1954 a in Eisnstoa ahoit.

EigmoandungaBearbeiten

Am 1. Jenna 1978 is a Tei vo da afglestn Gmoa Romstoa (Oatstei Renghittn) eigliedat worn.[4]

KuiturBearbeiten

Seit 1994 is afn Glend voum Grenzbohhof s`Lokoibohmusäum, wou dokumentiert wiad, wia Bayern und de ogrenzanden Bereiche in Estarreich und da Tschechei erschlossn worn san. Vo olle Epochn vo da boarischn Lokoiboh san mehr ois 20 historische Foarzeig ausgstejt. Jeds Joa ofang August, san Dampfzugfoarten zwischn Zwiesl und Boarisch Eisnstoa[5]

Sengswert is aa de Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk ausm Joa 1908.

SportBearbeiten

Da SV Boarisch Eisnstoa is oana vo de gräßtn und bedaitatstn deitschn Vaeine im Biathlonschbort. In da Hohenzollern Biathlonarena san 2004, 2008 und 2011 de deitschn Moasdaschaftn im Summabiathlon ausdrong worn, 2011 mit 1300 Midmocha. 1990, 1993 und 1997 wor do da Austrogungsoat vo de Deitschn Winta-Moastaschaftn im Biathlon.

LiteratuaBearbeiten

  • Das Eisensteiner Tal. In: Volkskundlicher Arbeitskreis für den mittleren Böhmerwald (Hrsg.): Im Lande der künischen Freibauern – Heimatbuch für den mittleren Böhmerwald (Landkreis Bergreichenstein und angrenzende Gebiete). Verlag Morsak, Grafenau 1979; ISBN 9783875531015; S. 806–825.
  • Franz Wudy: Dorf und Markt Eisenstein sowie Bayerisch Eisenstein. Eisensteinbuch. Selbstverlag, Lindberg 2005.

Im NetzBearbeiten

  Commons: Boarisch Eisnstoa – Sammlung vo Buidl, Videos und Audiodateien

BelegBearbeiten

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111211/004843&attr=OBJ&val=771
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 553.
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 622.
  5. Bayerischer Localbahn Verein e.V. Archiviert vom Original [1] am 6. Septemba 2013; abgerufen am 27. September 2013.