Hauptmenü öffnen
Der Artikl is im Dialekt Weanarisch gschrim worn.
Oberlaaer Pfoakiach'n zum heulich'n Ägydius

De Kiach'n zum heulich'n Ägydius is de römisch-katholische Pfoakiach'n von Oberlaa und steht aum Oberlaaer Plåtz im 10. Weana Beziak Favoritn im Beziaksteu Oberlaa.

De Johanneskiach'n in Unterlaa und de Kiach'n vo Rothneusiedl san Filialkiach'n von Oberlaa.

Inhoitsvazeichnis

G'schicht'Bearbeiten

A Kiach'n wiad in Oberlaa scho 1127 eawähnt, de wo daunn seit seit 1324 Pfoakiach'n wua'n is. In an oid'n Kiach'nbiachl kaunn ma 1367 les'n: „Chonrad, pharrer zu Oberm Löch“. Seit 18. Jänner 1469 is de Kiach'n a Tochtapfoa von St. Stephan g'wes'n. Da Bischof von Wean håt drum seit 1585 in Oberlaa an Bischofshof b'sess'n, , den's heitz'tågs nimma gibt. Bei da Zweit'n Türkenbelågerung von Wean 1683 is de Kiach'n zasteat und z'eascht amoi nua provesorisch wieda heag'richt wua'n. Eascht in da Zeit von 1744–1746 is da heitiche Bau im Barockstil heag'stöit wua'n.

Da BauBearbeiten

Auf da Südseit'n is des Eigaungstoa und da Glock'ntuam mit an Zwiefehöm. In Nischen von dera Frontseit'n stehngan de Figua'n von de heulich'n Apost'ln Petrus und Paulus, de wo 1744 bis 1745 entstaund'n san.

 
Innanraum von da Kiach'n
Glocknspue an Ollaheilign

Da Hauptaltar is aus da Zeit um 1759, des Büdl drauf zeigt in des heulich'n Ägidius. Aum recht'n Seit'naltar is da heuliche Sebastian zum sehg'n (1749) und zwaa a Büdln mit da heulich'n Katharina und da heulich'n Barbara. Aum link'n Seit'naltar siecht ma de Heuliche Dreifoitichkeit, dazua no a Büdl mit da heulich'n Apollonia und a Vitrine mit ana Kopie von da Mariazella Maria.

De Kanz'l staummt aus da Zeit um 1760 und håt an vagoidat'n Schmuck und an Schalldeck'l, auf dem de Figua vom heulich'n Johannes Evangelist sowia'r a Adler mit an Tint'nfassl steht. In da Kiach'n san aa no meahrare Heulich'nfiguan aus da Zeit vom 18 bis zum 19. Joahrhundat und a scheena Kreizweg von 1849 zum bewundan. Bei de Figua'n is a Marienstatue dabei, de wo uasprünglich in da Fieberkapelle Rothneusiedl g'staund'n is.

De Kiach'nbänk' und de Kommuneonbaunk aus rod'n und schwoazz'n Marmor san barock. In da Sakristei stehngan a Kåst'n und a Kruzifix aus'n 18. Joahrhundat. Des Taufbeck'n aus rod'n Marmor is von 1777.

Da Kiach'nplåtz mit'n PfoahofBearbeiten

 
Statue vom Johannes Nepomuk und Pfoahof

Auf'n Kiach'nplåtz steht de barocke Statue von 1754 vom Johannes Nepomuk mit'n Kruzifix und da Märtyrerpalme[1] in de Händ', auf'n Kopf des Birett (de Kopfbedeckung von de katholisch'n Geistlich'n[2]), auf an viaseitich'n Staasock'l.

Links neb'n da Kiach'n is es Kriegadenkmoi Kriegerdenkmal füa olle tot'n Soidåt'n aus'n Eascht'n und Zweit'n Wödkriag.

Geg'nüwa von da Kiach'n auf'n Oberlaaer Plåtz 3 steht da Pfoahof, dea wo aus zwaa Heisa besteht. Des ane is aus'n Aufaung vom 17. Joarhundat, des aundare aus da 2. Hoibzeit vom 18. Joarhundat.

VoiksbrauchtumBearbeiten

Jed's Joahr aum 25. April gibt's de Markusprozesseaun, bei dera füa'r an guad'n Wein bet' wiad. De Prozesseaun füaht von da Pfoakiach'n üwa de An der Kuhtrift[3] zum Schmerber-Kreiz, weida zum Rod'n Kreiz, zua Pieta-Kapöi'n und wieda z'ruck zua Pfoakiach'n in Oberlaa.[4]

LiteratuaBearbeiten

  • 200 Jahre Pfarrkirche zum hl. Ägydius in Oberlaa, 1959.
  • Erhard Kreuzer: Die Pfarrkirche von Oberlaa und die Filialkirchen in Unterlaa und Rothneusiedl, 1973.
  • Herbert Tschulk: Wiener Bezirkskulturführer Favoriten. Jugend & Volk: Wien 1985.
  • Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien Bd. 4. Kremayr & Scheriau: Wien 1995
  • Bundesdenkmalamt (Hg.): Dehio-Handbuch Wien. X. bis XIX. und XXI. bis XXIII. Bezirk. Anton Schroll: Wien 1996.
  • Christine Klusacek/Kurt Stimmer: Favoriten. Zwischen gestern und morgen, Mohl Verlag, Wien 2004, ISBN 3-901781-38-1; S. 197.
  • Werner Schubert: Favoriten, Verlag Beziaksmuseum Favoritn, Wien 1992; S. 23–27.
  • Maria Kinz: Lebenswertes Favoriten, J&V Edition Wien, Wien 1992, ISBN 3-85085-083-0; S. 31.

im NetzBearbeiten

BelegBearbeiten

  1. schaug bei Märtyrerpalme
  2. schaug bei Birett
  3. An der Kuhtrift = a Stråß'nnauman in Favoritn, g'hass'n seit 9. Juni 1987 nåch'n seinazeitich'n Fluanauman von dera Geg'nd, aum Südwestraund vom heitich'n Kurpark Oberlaa
  4. Schubert: Favoriten. S. 34

48.13790716.404329Koordinaten: 48° 8′ 16″ N, 16° 24′ 16″ O