Der Artikl is im Dialekt Owaöstareichisch gschriem worn.

S Fraisinga Bedrusliad is des ödasde deitsch-schbrochige Kiachnliad ausn Mitloita, des ma heit kend. In Wiaklichkaid iss owa in da oid-boarischn Variantn fum Oidhochdeitsch dicht und aufgschrim woan und is desweng a a wichdige Beleg fia de gauns oide Foam fu da boarischn Schbroch. Fafosst woan iss fu am heit unbekauntn Mönch, umara um s Joa 880 noch Grisdus, im Scriptorium fum Glosda Fraising. Haid ligt s in da Boarischn Schdodsbibliodek in Minga (clm 6260 S.158b)

Da Heilige Bedrus griagt in Schlissl fia d Hümmispfoatn, Büd fum Glsoda auf da Insl Reichenau im Bodnse, 11. Joahundat

S ödasde "deitsche" Liad

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S Fraisinga Bedrusliad is a Gsaung iwan heiling Bedrus und is des oanzige Gedicht aus oidhochdeitscha Zeid, bai dem in da Haundschrift d Melodi duach Neumen audeit is. Neumen san kloane Markiarungen iwan Text, de zum Baischbü a bai de Gregorianischn Koarel fawent woan san, wai s jo domois nu koane Notn zum aufschreim fu Musi gem hod.

D easchdn zwoa Schdrofn fum Gedicht haundln dafau, wöchane Moch in Heiling Bedrus iwagem woan is und das ea an da Hümmisdia schded und entschait, wai aini kimt und wea ned. De drite Schdrof foadat de Glaibing auf, dass an dn Bedrus fiabitn, das a gnedi is und de Sünda aini lost.

D Schbroch fum Bedrusliad is Oid-Boarisch, wia s in deara Gegend domois gret haum - oda zu mindest gschrim haum. D geamanisdische Belegfoaschung hod owa s Bedrusliad kloa ois boarisch identifiziad. D Faearung fum heiling Bedrus woa a in da boarischn Gegend bsondas fabrait, foa oim in Soizbuag (Sankt Peter) und in Bossau, wo a d Schdiftskiachn an heiling Bedrus gwaid is. Desweng kintad des Liad a doat, oda fia doatn dicht woan sei.

Oaginaldext

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S Fraisinga Bedrusliad im Oaginal (da untare Tei iss)
Oaginal Text heitigs Boarisch

Unsar trohtin hat farsalt
sancte Petre giuualt
daz er mac ginerian
ze imo dingenten man
Kyrie eleyson Christe eleyson
Er hapet ouh mit vuortun
himilriches portun
dar in mach er skerian
den er uuili nerian
Kyrie eleison Christe eleyson
Pittemes den gotes trut
alla samant uparlut
daz er uns firtanen
giuuwerdo ginaden
Kyrie eleyson Christe eleison

Unsa Heagod hod iwadrong
in Sankt Beda d Gewoit
das ea mog retn
de eam gedingten Maun (Ding = Gricht, faglaich Islendisch "Þing")
"Kyrie eleyson Christe eleyson"
ea soid a des Woat haum (vuortun, wortun = Gericht)
fum Hümireich de Pfoatn
das ea kaun ainlossn
den, den ea wü retn
"Kyrie eleison Christe eleyson"
Bittn mia den Fadrautn fu God
ole zaum üwalaud
das ea uns Fadaunen (Faloarenen)
gwearad Gnod
"Kyrie eleyson Christe eleison"

  • Kyrie eleyson, Christe eleyson (Κύριε ἐλέησον. Χριστὲ ἐλέησον.) hoast: Hea daboam di, Grisdus daboam di.
  • fraie, ned wissnschoftliche Iwasezung fum Artikelautorn.

Melodi

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Im iwalifatn Manuskript aus Fraising schdengan iwan Text a kloane Schdrichal und Bunktal, de in ana oafochn Foam de Melodi fum Liad aufzoang soin. Soichane frian Notn nend ma Naumen und duach de kau ma umara rekonsdruian, wia des Fraisinga Bedrusliad gschbüd woan is und glunga hod.

A neiche Intapretazion fu dem oidn boarischn Liad kau ma heit sogoa im Intanet ois mp3 owalodn, des fu de Schbülaid fum Frailiachtmuseam Ukranenland, de si Cantilena nenan, aufgnuma woan is und auf denan eanara CD "Orientis partibus" im Joa 2005 aussa kema is.

Schau aa

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